Nordinsel Trip in den Frühlingsferien

12Okt2018

Hier in Neuseeland gehen so langsam die zwei Wochen school holidays der Kinder vorbei und auch ich hatte eine Woche frei und habe diese genutzt, um die Nordinsel mit zwei Freundinnen zu erkunden.

Am 29 September ging es um 9 Uhr morgens los. Das erste Problem tauchte schon mal auf, als Lena das Auto in Auckland abgeholt hat und erfahren hat, dass man physisch anwesend sein muss, um das Auto fahren zu dürfen. Also haben wir bei Jucy angerufen und sind dann zum nächstbesten Verleih gefahren, um Lena und mich als Fahrer hinzuzufügen.

Als das geschafft war sind wir los Richtung New Plymouth gefahren. Auf dem Weg haben wir uns die Pirirpiri Caves, die Mangaohue caves und den Marokopa Wasserfall angesehen.

Ziemlich kurz vor Sonnenuntergang sind wir zufällig an den three sisters and Elephant rock vorbei gefahren und haben und die noch spontan angeguckt, was wunderschön war und wir ziemlich froh waren, dort zufällig vorbeigekommen zu sein.

Abends kamen wir dann in unserem ersten Air bnb an, was ein kleines Gartenhüttchen hinter dem Haus einer sehr freundlichen Vermieterin war mit dem Dachboden als Schlafzimmer, also super gemütlich.

Sonntag ging es los zum Mount Taranaki im nahegelegenen Egmont National Park wo wir eine dreistündige Wanderung gemacht haben und ich meine neuen Wanderschuhe einweihen konnte. Die haben sich auch wirklich gelohnt da man an einigen Stellen echt über Stock und Stein, im Schnee oder auch im Matsch war und auch richtig klettern musste. Wir waren extrem kaputt als wir oben ankamen aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Den restlichen Tag sind wir zum Lake Taupo gefahen. Den restlichen Tag sage ich, weil wir ausversehen den 'forgotten world highway' gefahren sind, eine kurvenreiche Schotterpiste. Unsere Ankunftszeit auf dem Navi wurde später und später und wir dachten schon wir kommen im hellen nicht mehr da raus. Zum Glück war dann doch nicht der komplette highway Schotterstraße, sodass wir noch zu einer angemessenen Zeit in einem sehr interessanten Air bnb in Turangi ankamen. Erst mal haben wir niemanden gefunden, um einzuchecken. Ein paar Leute dort haben uns dann einfach eine Hütte gegeben und meinten das passt schon es kommt sonst niemand mehr. Schlüssel gabs sowieso nicht von daher alles easy. Dann haben wir erst mal eine dritte Matratze in die winzige Zweizimmerhütte gequetscht, weil niemand alleine schlafen wollte...

Dann ging es an die Mission Essen kochen in einer sehr provisorischen Küche. Letztendlich haben wir es aber geschafftt und sind danach auch schon ins Bett gegangen. Badezimmer gab es nicht aso haben wir nur schnell die Zähne geputzt und uns dann dick eingepackt, weil es wohl nachts sehr kalt werden sollte.

Morgens sind wir ohne Verabscheidung ganz früh direkt gegangen, die Besitzerin haben wir also nie kennengelernt, und sind uns im Burger King umziehen und fertig machen gegangen und haben uns mit einem Kako aufgewärmt.

Dann haben wir uns ein schönes Plätzchen am See zum Frühstücken gesucht und sind danach weiter nach Taupo gefahren, was auch gar nicht lang gedauert hat. In Taupo waren wir bei den Huka falls und bei Crater of the moon. Nachmittags sind wir dann schon ins Jacks backpacker hostel eingeschekt, was unser erstes Hostel auf dieser Reise war und im Vergleich zu letzter Nacht kompletter Luxus war:D

Am nächsten Tag sind wir dann in Richtung Ostküste gefahren. Auf dem Weg haben wir - welch eine Überraschung -mal wieder Wasserfälle gesehen, die Tete Anu Falls. Am Strand in Hawkes Bay haben wir uns dann mit Lenas Papa, seiner Frau und Baby Tom getroffen, weil die ebenfalls die Ostküste ansehen wollen.

Gemeinsam sind wir dann bis zur Mahia Halbinsel gefahren und dort auf einen Berg hochgelaufen, wo wir eine sehr schöne Aussicht auf den Strand und das Meer hatten. Auf dem Weg haben wir kurz einen Stopp in Gisborne eingelegt, nicht um die Stadt zu sehen sondern um zu tanken und einzukaufen. Ganz knapp bevor die Sonne unterging haben wir es noch zur Topanga bay Brücke geschafft, wo wir einen super schönen Sonnenuntergang gesehen haben.

Ja und dann ging es auf Hostel Suche. Leider ist die Ostküste in den Ferien ein beliebter Reiseort für die Neuseeländer, weshalb jedes Hostel augebucht war. Deshalb haben wir dann einfach alle im Wohnwagen von Matthias gschlafen und sind am morgen zum Sonnenaufgang aufgestanden. Da wir direkt am Meer standen mussten wir auch wirklich nur aufgestehen und ein paar Schritte gehen, um den ersten Sonnenaufgang der Welt zu sehen!

Der Mittwoch war nicht so ereignisreich. Wir haben uns die St. Marys Kirche in Titirangi angeguckt und sind dann erst mal falsch gefahren bis wir auf der Karte gesehen haben dass die Straße irgendwann einfach endet. Wir sind also umgedreht und dann den richtigen Weg zum East cape lighthouse genommen. Dort sind wir die 800 Stufen nach oben gelaufen, von wo aus man eine wunderschöne Aussicht hatte.

Auf dem Weg zu unserer nächsten Unterkunft haben wir eine lustige Familie getroffen die uns ein paar mal überholt und wir sie dann auch wieder überholt haben. Die hatten 5 Kinder und Surfbretter dabei und als wir abends in einem süßen Fischerdorf ankamen und ins Hostel einchecken wollten kommen genau die ebenfalls rein und die Kinder wollten unbedingt ein Foto mit uns deutschen machen...

Das Hostel hat den Eindruck erweckt, dass in dem Zimmer schon ewig niemand mehr geschlafen hat und ich musste auch erst mal zwei Spinnen töten um ruhig schlafen zu können.

Freitag ging es dann nach Tauranga, was der Ostsee ziemlich ähnlich ist. Dort sind wir auf den Mount Manganui hochgelaufen was super anstrengend war, vor allem weil ich ich auch noch Kopfschmerzen hattte. Aber mal wieder wurden wir mit einer schönen Aussicht belohnt.

So und jetzt waren wir mit unserer Route fertig, hatten aber noch zwei Tage Zeit. Deshalb sind wir ab nach Raglan zurück zur Westküste, um dort zu surfen.

Das Hostel war richtig cool und am Samstag haben wir einen dreistündigen Surfkurs gemacht. Das war ziemlich anstrengend, wegen der Strömung, die uns immer wieder rausgetragen hat und man ist kaum dagegen angekommen. Aber dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht und wir werden definitiv noch mal surfen gehen.

Abends waren wir dann noch als Abschluss des Urlaubs Essen und Sonntag ging es dann auch schon wieder zurück nach Auckland.

Das war mein Urlaub, wir haben super viel gesehen und erlebt und hatten sehr viel Spaß!